Glossar

Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie

Die sogenannte „tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie“ ist, neben  Psychoanalyse und Verhaltenstherapie, die dritte Art der Psychotherapie, die in Deutschland größere Bedeutung hat und von den Krankenkassen bezahlt wird.

Diese Therapieform ist abgeleitet von der Psychoanalyse. Die Grundannahme ist, dass ein unbewusster Konflikt zu den Symptomen der psychischen Krankheit, wie z. B. Depression, Angstanfälle oder anderes geführt hat. Wenn dieser Konflikt bewusst wird und bearbeitet wird, gehen auch die Symptome zurück. Die Aufgabe des Therapeuten ist es also, dem Patienten zu helfen, den unbewussten Konflikt zu erkennen. Beispiele dafür sind, dass ein Mensch nicht wahrhaben will, dass er schlecht behandelt wird oder dass ihn verdrängte Eifersuchtsgedanken oder aggressive Gefühle plagen. Statt dessen wird er depressiv oder er bekommt Angstanfälle. Den Zusammenhang zwischen dem Konflikt und den Symptomen kann er nicht herstellen. Wenn ihm das in der Therapie gelingt, wenn er z. B. den Ärger und die Resignation bemerkt, die durch schlechte Behandlung bei ihm ausgelöst werden, dann wird das Symptom überflüssig.

Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie findet typischerweise ein Mal die Woche statt. Der Patient sitzt dabei. Die Krankenkassen bezahlen bis zu 80 Sitzungen.

Quelle: Prof. Dr. med. Frank Matakas, Arzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychoanalyse


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